Battle hymns - Manowar - LP
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| Artikelnummer | 163578 |
| Erhältlich seit | 12.02.2010 |
| Format/Produkt | LP |
| Kategorie | Vinyl |
| Genre | Heavy Metal |

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Tracklist
Manowar - Battle hymns
- 1.Death Tone
- 2.Metal Daze
- 3.Fast Taker
- 4.Shell Shock
- 5.Manowar
- 6.Dark Avenger
- 7.William's Tale
- 8.Battle Hymn
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Interview
Kriegsgötter auf dem Weg nach Valhalla
von Markus Wosgien (08.01.2007)"Das Album ist großartiger und umfangreicher als alles das was wir bisher gemacht haben, und wir haben schon immer mehr gemacht als alle anderen", sprudelt es aus Joey heraus, der noch immer an dem finalen Mix feilt. "Dieses Album handelt von dem wichtigsten der Kriegsgötter, Odin. Er ist der Gott des Krieges, der Weisheit, der Dichtung und der Magie. Es bedarf eines ganzen Albums, um nur ansatzweise die Legenden um diesen Gott umzusetzen. Darum geht es auf unserem neuen Werk, unserem ersten Buch über Kriegsgötter. Um allen Leuten nahezubringen wofür Odin steht, muss man auch Thor erwähnen. Von ihm wird das zweite Kapitel handeln. Beides zusammen ergibt ein immenses, großartiges Gesamtwerk. Es ist wie Blitz und Donner, wie eine marschierende Armee von Kriegern. Wir hätten es am liebsten als Doppel-Album veröffentlicht, doch das würde noch weitaus mehr Zeit in Anspruch nehmen und es ist unser Wunsch, dass die Fans dieses erste Kapitel nun endlich hören können." "Gods of war" war beinahe schon fertig, doch die Band war der Ansicht noch mehr aus allem herausholen zu können und arbeitete weiter und weiter. "Uns war es wichtig etwas Besonderes zu erschaffen, das unsere Fans lieben werden. Deshalb haben wir beschlossen das Album nochmals zu überdenken und zu überarbeiten. Wir wollten das Maximale herausholen, und während Carl Logan verletzt war, nahmen wir uns vor, diese Tragödie in einen Triumph zu verwandeln." Das Ergebnis muss man mit einem Kinofilm oder einem gewaltigen Soundtrack gleichsetzen, denn es besteht aus mehr als nur Musik. Das Konzept, basierend auf Odin, lies die Fantasie der vier Krieger beflügeln. Dabei hielt man sich an die Mythen und Sagen die bis dato überliefert wurden. "Ich habe versucht so eng es geht an den Überlieferungen aus der nordischen Mythologie festzuhalten. Es variiert an manchen Passagen, aber ich habe versucht die Charaktere originalgetreu zu umschreiben; sei es das achtfüßige Pferd, oder das Schwert von Odin. Das Thema ist so unheimlich umfangreich und vielseitig. Odin steht für Leben und Tod, man könnte weit mehr als zehn Alben über ihn schreiben." Als Bindeglied zwischen den Tracks erklingen Zwischenspiele und Sprechgeschichten, wie wir sie von "The warrior's prayer" her kennen; hier mit dem Titel "The blood of Odin". Donner und Regen, sowie ein schauriges Heulen läutet die Nummer ein, die darin gipfelt wie mehrere Krieger ähnlich einem Ritual eine Anrufung an Odin starten: Glory, majesty, unity, hail ... erklingt es und erschüttert einen in Mark und Bein. "Diese Erzählungen sind ein wichtiger Bestandteil des Ganzen. Um alles zu verstehen, muss man ,Gods of war' von Anfang bis zum Ende hören und in seiner Gesamtheit auf sich wirken lassen. Vielleicht wartet am Ende der CD ja noch eine große Überraschung auf uns alle?", erwähnt Joey geheimnisvoll. "Wir sind stolz auf dieses Album und die damit verbundene Arbeit. Was uns am meisten stolz macht ist die Tatsache dass es etwas Spezielles ist und nicht dem entspricht was wir auf anderen Heavy Metal-Bullshit Alben hören: einfältige Musik, stumpfsinnige Texte und Dinge die nichts bedeuten. Nichts dass jemandem einen Sinn im Leben geben kann, oder etwas wundervolles und wichtiges vermittelt. Es ist meine Meinung. Jedes wichtige Buch, ein grandioser Film oder ein Kunstwerk war von jemandem beeinflusst und hat Menschen dazu bewogen sie zu fertigen. Die meisten Filme, Skulpturen und Kunstwerke haben entsprechende Geschichten als Hintergrund. Dahinter stecken Mythen und Legenden, überliefert von unseren Urahnen. Wenn man all diese Legenden und Mythen liest, seien sie nordischem, griechischem oder anderem Ursprungs; sie sind der Grundstein der Inspiration der wichtigsten Filme, Bücher und Kunstwerke. Die Charaktere die wir in opulenten Filmen sehen basieren auf den Charakteren aus Mythen. Wir schreiben über diese Mythologie und geben den Leuten Denkanstöße um ihnen zu zeigen woher sie und wir stammen.". Der Frage wie das Interesse von Joey in den alten Legenden und Geschichten erweckt wurde, weicht der Entertainer geschickt aus. "Weil alles andere im Leben langweilig ist." Manowar sind laut Joey zu etwas Größerem berufen; dies verdeutlicht der Umfang der neuen CD, oder zuletzt der Show auf dem Earthshaker Festival, welches auf der aktuellen DVD "The day the earth shook - The absolute power" zu sehen ist. "Manowar ist keine normale Band und man kann sehen, dass wir keine normalen Fans haben. Es ist eine gute Möglichkeit den Leuten Heavy Metal zu erklären, denn hier sehen sie die Heavy Metal Band schlechthin; samt ihren Fans. Dies ist die Elite. Seither brauche ich keine dummen Fragen mehr beantworten, denn ich zeige nurmehr diese DVD und sie beantwortet alles." Manowar hatten schon auf früheren Alben mit klassischen Elementen experimentiert. Majestätische Chöre zeichneten Hymnen wie "The crown and the ring" aus. Mehr ist tatsächlich das Schlüsselwort von "Gods of war", denn Klassik ist in musikalischer Sicht das vielleicht dominanteste Element der neuen CD. "Es ist immer eine große Herausforderung mit einem Orchester und Chören zu arbeiten. Wenn ich ein Bild von über hundert Menschen machen will, dann kann es immer vorkommen dass der ein oder andere in die falsche Richtung schaut. Alles muss passen, jeder muss funktionieren und nichts darf schief gehen. Ein störendes Geräusch oder ein Musiker der aus dem Timing gerät reicht schon, dass es nicht funktioniert. Die meisten Musiker sind unsere Freunde aus der Tschechei, einige davon hatten uns auch auf dem Earthshaker-Auftritt begleitet, andere sind lokale Musiker aus den Staaten. Es ist die Kombination verschiedener Elemente, die uns zu diesem grandiosen, massiven Ergebnis geführt hat." Für Joey steht es außer Frage, dass die Klassik Legenden von Wagner über Mozart bis hin zu Beethoven alle ihre dunkle Seite haben und somit prädestiniert für Manowar und Heavy Metal sind. "Wir haben die Fähigkeit dies zu kombinieren und zu spielen. Andere Bands spielen auf ihrer Gitarre, machen Krach und führen sich wie Idioten auf. Wir spielen einen dramatischen, epischen Sound der den Hörer durch sämtliche emotionale Gefühlslagen führt, seien sie gut oder schlecht. Jeder von uns macht schlechte Zeiten durch und es sehr wichtig zu wissen, dass bessere folgen werden. Die wichtigste Message von Manowar ist: Ich bin heute am Boden, vielleicht auch morgen, aber keinesfalls für immer! Es kann nicht immer gut gehen, es wird uns aber auch nicht immer schlecht gehen. Dies hält uns alle zusammen und vereint uns. Am Ende stehen wir alle als Gewinner da." Auf "Gods of war" werden auch klassische Manowar-Tracks zu hören sein. Ebenso neue Versionen von "King of kings", "Odin" oder dem Titelsong. Auch diese fügen sich in das Gesamtkonzept zu Ehren Odins. "Es gibt schnelle Passagen auf dem Album, aber Geschwindigkeit ist nicht das Element mit dem ich Odin widerspiegeln möchte. Der Kriegsgott muss sich nicht schnell bewegen. Die Vision die ich von Odin habe ist nicht die eines Mannes der wild umher rennt. Dieses erste Buch handelt von einer epischen, königsgleichen Macht. Das zweite Kapitel über Thor wird anders sein, denn das Bild dass ich von Thor habe verlangt einen anderen Rahmen." Manowar werden im Grunde immer Manowar sein und wie Manowar klingen. Dennoch würde ein Track wie "Warriors of the world united" nicht auf das neue Opus passen, denn all die Dinge wofür Manowar anno 2007 stehen, sind andere. "Gods of war" ist Manowar pur, nur eben auf einer anderen Ebene. "Es macht für uns keinen Sinn die Band zu kopieren die wir 1984, 1992 oder 2002 waren. Wenn wir ein neues Album machen dann bieten wir den Fans auch etwas Neues. Nur eine Sache wird immer dieselbe sein, es ist True Metal. Wir werden niemals dasselbe Album zweimal machen. Das überlassen wir anderen Bands die sich ständig wiederholen und immer wieder dasselbe machen. Manowar hat stets eine neue Energie, dennoch ist es purer, echter Metal. Zum damaligen Zeitpunkt musste ein Track wie ,Warriors of the world united' so klingen wie er aufgenommen wurde, warum hätten wir ihn mit anderen Elementen mischen sollen? Die Nummern auf ,Gods of war' folgen alle diesem einen bestimmten Thema. Die Fans können mit diesem Album auf eine magische Reise gehen und die nordische Mythologie am eigenen Leib erfahren. Wir führen die Fans zurück in diese Zeit, inmitten dieser Geschichten."
Das Artwork der CD, das erstmals parallel zur Band-Homepage auf dem Cover dieser Ausgabe zu sehen ist, vereint alles worum es den Kings auf "Gods of war" geht. Die vier Krieger erheben ihre Schwerter gen Valhalla und bilden ein mächtiges M, angebetet von gleich fünf Frauen, was Joey wie folgt kommentiert: "Sollte man ein Auto ohne Ersatzrad fahren? Es wäre viel zu gefährlich. Oder lass es mich so ausdrücken, kann ein Mann von einem Bier genug bekommen?"
Was dem Album nun endlich folgen wird, ist die langersehnte Tournee unter dem Motto "Demons, dragons and warriors". Wir kennen Manowar und wenn sie großartiges versprechen, dann halten sie sich daran. "Diese Tour wird das Ultimative werden. Wir hatten in der Vergangenheit immer sehr aufwändige Tourneen gespielt, mit einem entsprechenden Bühnenaufbau, massiv viel Licht und einer niederschmetternden PA. Doch seit dem Earthshaker-Auftritt haben wir erkannt, dass wir noch mehr machen können. Diesesmal haben wir den Fans eine Geschichte zu erzählen, was etwas Visuelles werden wird. Wir werden alle nur erdenklichen Möglichkeiten ausschöpfen, welche das auch immer sein mögen. Manowar werden ihre Fans nach Valhalla führen, macht euch auf etwas gefasst! Die Band wird euch begleiten, es wird ein einmaliges Erlebnis sein. Das Earthshaker war nur der Anfang, was nun folgt wird alles Bisherige übertreffen. Es ist Zeit auf alle unsere Feinde zu pissen." Mit "Gods of war" hat Joey nicht zuviel versprochen. Eine Kontroverse wird nicht ausbleiben, und doch ist es der Band erneut gelungen etwas ganz Besonderes zu kreieren. Manowar stehen für Superlative und eine ureigene Art von Heavy Metal. Fakt ist, sie sind einmalig, sie sind laut und Größenwahnsinnig. Doch sie sind und bleiben die "Kings of metal".
Ende der '80er Jahre war meine "Sturm und Drang-Phase" und Manowar wurde ein integraler Bestandteil meines Lebens. Die Musik, die Texte - das berührte mich tief im Innern. Wer nicht die ausgetretenen Wege geht, braucht nicht nur einen langen Atem. Er braucht auch die moralische Unterstützung, die er in Büchern (Hesse, Rilke, Schiller etc.) und Liedern finden kann. "Stand and fight, live by your heart" - Hymnus an das Leben.
Bis heute fasziniert mich dieser Mut, den die Lieder der Band ausstrahlen.
"Ich bekomme manchmal Briefe von Menschen, die Selbstmord begehen wollten und nach dem Hören unserer Lieder wieder neuen Mut zum Leben gefasst haben",
sagt Manowar-Bassist und Songschreiber Joey DeMaio. Wer ihre Texte liest oder einmal eines ihrer Konzerte besucht hat, glaubt es sofort.
Es gelingt der Band auf einzigartige Weise in ihren Konzerten unter den Fans eine tolerante und unkonformistische Einigkeit zu stiften. Man muss es erlebt haben. Neben den Texten schaffen Manowar das auch durch den unvergleichlichen Respekt und Dank, den sie ihren Fans entgegenbringen. "Army of immortals" - musikalisches Denkmal für alle Manowar-Fans (Auf "Hail to England").
Diese intensive Beziehung, die Manowar mit ihren Fans pflegen, lässt sich auch auf der neuen Doppel-DVD "Hell on earth - Vol.IV" bestaunen. Wo andere Bands sich stundenlang in den Mittelpunkt setzen, nutzen Manowar das neue Medium, als Dankeschön an ihre Brüder, wie sie ihre Fans nennen.
Joey DeMaio:
"Wenn ich mir andere DVDs angucke, dann sehe ich, wie sich diese Bands eigentlich nur selbst verherrlichen. Bei Manowar ist das anders herum: Auf unserer DVD zeigen wir zu 90 Prozent die Fans. Wir selbst spielen eher die Nebenrolle. Für uns stehen immer unsere Brüder im Mittelpunkt, nicht wir."
Gefilmt während der "Warriors of the world"-Tour 2002 zeigt die Doppel-DVD tatsächlich Aufnahmen von jedem Konzert, das die Band in dieser Zeit gegeben hat.
"Ich finde es wirklich schlimm, wenn Bands einfach ein Konzert filmen und dann als DVD rausbringen. Das mag zwar für die Band günstiger sein, den Fans gegenüber aber halte ich das für respektlos. Die Fans wollen doch 'ihr' Konzert sehen und sagen können, dass sie genau an diesem Tag dabei waren. Und am besten sehen sie sich dann auch noch im Publikum stehen. Das ist doch das Größte",
sagt Joey DeMaio. Um möglichst viele Fans auf der DVD zu vereinen, griff die Band tief in die Tasche: Die gesamte Tour wurde von 70 Kameras gefilmt, die aus verschiedenen Perspektiven regelmäßig das ganze Publikum filmten.
Manowar wären nicht Manowar, wenn sie auf der neuen DVD lediglich Konzert-Mitschnitte veröffentlichen würden. Und so ist "Hell on earth - Vol.IV" wie eine prallgefüllte Wundertüte, deren Inhalt man kaum aufzählen kann: Viereinhalb Stunden mit Konzertaufnahmen, Band-Interviews, sechs Bonus-Songs, Kommentare der Band, des Regisseurs, ein einstündiger Einblick in das Backstage-Geschehen, ein 30-minütiger Hidden-Track und diverse Aufnahmen von Fernsehauftritten der Band, z.B. bei Oliver Pocher, Stefan Raab, dem Viva Comet und der Popkomm-Gala.
Joey DeMaio:
"Während der Produktion der DVD hat sich eine erstaunliche Eigendynamik entwickelt: Wir sagten plötzlich, lass' uns das noch draufpacken und dies und das. Eigentlich hat uns letztlich nur die Kapazität der DVD eine Grenze gesetzt."
Die Produktion der DVD ging nahtlos in die beginnende Produktion des neuen Studio-Albums der Band über. Und deshalb haben Manowar der Doppel-DVD auch noch eine Audio-CD beigegeben mit einem nagelneuen Song, der auch auf dem neuen Album sein wird: "King of Kings". Ein fulminanter Vorgeschmack auf die Platte, auf die Fans allerdings noch ein Jahr werden warten müssen. Aber das ist man bei Manowar eigentlich gewöhnt. Für die "Hell on earth - Vol.IV"-DVD brauchten Manowar acht Monate, für ein Album gewöhnlich noch länger - meist 4 Jahre.
"Das hängt einfach mit dem Anspruch zusammen, den wir an unsere Musik stellen: Es soll nicht weniger als das Beste sein. Da sind wir dann wieder bei dem Respekt den Fans gegenüber. Das ist im Musikgeschäft ja leider nicht sonderlich verbreitet. Es gibt doch unzählige Bands, die in kurzen Abständen 2/3 Alben auf den Markt bringen, weil sie gerade angesagt sind. Ich kann diese Mentalität des schnellen Geldes nicht nachvollziehen. Wenn wir ein Album herausbringen, ist das von vorne bis hinten durchdacht, sind wirklich nur die besten Lieder darauf, die auch bis ins Letzte ausgefeilt sind und in der uns besten Qualität aufgenommen wurden. Das gilt für die neue Doppel-DVD ganz genauso. Ich würde unseren Fans nie Mittelmäßiges zumuten. Und wenn dann das Ergebnis gut ist, haben sich Arbeit und Wartezeit letztlich voll und ganz gelohnt",
erklärt der Manowar-Bandkopf. Und so kann Joey DeMaio auch glaubwürdig sagen, dass er in den 23 Jahren des Band-Bestehens kein Lied veröffentlicht hat, für das er sich heute schämen müsste:
"Ein Vater liebt alle seine Kinder!"
Die Akribie mit der Manowar an die Aufnahme eines neuen Albums gehen, soll zukünftig vielleicht auch einmal Thema einer DVD werden. DeMaio schwebt eine Chronologie des Lebens der Band vor, die immer fortgeschrieben wird:
"Wir wollen den Fans noch mehr zeigen, wie es ist, Manowar zu sein. Und wir wollen auch zeigen, dass das oft harte Arbeit ist. Das Schreiben eines Liedes z.B. ist für mich wirklich ein intensiver Schaffensprozess. Dabei bekomme ich immer größten Respekt vor Komponisten wie Richard Wagner, der mit seiner Musik in ganz andere Dimensionen vorgestoßen ist. Ich sage immer, dass ich gegen Richard Wagner ein Nichts bin. Alle anderen Musiker sind dann allerdings gar nichts!"
Der deutsche Komponist Richard Wagner ist Joey DeMaios großes Vorbild. In ihm sieht der Bassist den Begründer des Heavy Metal:
"Heavy Metal ist ja nicht abhängig von einer Steckdose, sondern vom Gefühl und von der Präsentation der Musik. Und in dieser Hinsicht ist Richard Wagner der Erfinder des Heavy Metal: Er hat dem Orchester beigebracht laut und kräftig zu spielen, er hat eine völlig neue Aufführungspraxis entwickelt und in Bayreuth die Akustik revolutioniert. Er strebte immer danach, seine Musik zu perfektionieren und ihr den perfekten Rahmen zu bieten. Genauso ist es bei Manowar."
Die musikalische Tradition, die Wagner in Deutschland und Europa begründet hat, ist für Joey DeMaio auch der Grund, dass Manowar vor allem hier erfolgreich ist. Während die Band in ihrer amerikanischen Heimat nur Eingeweihten bekannt ist.
"Die Amerikaner wissen gar nicht, was Musik ist. Sie glauben, Musik sei das, was MTV ihnen täglich präsentiert. Alle Amerikaner sollten mal eine Nachhilfestunde in Sachen Musik bekommen: Mit einer Oper von Richard Wagner. Oder einem Konzert von Manowar."
Ein Lektion, die Schauspiel-Legende Christopher Lee längst gelernt hat. Der tritt mittlerweile sogar mit der Band auf. Joey DeMaio produzierte die Rhapsody-Single "The magic of the wizard's dream", auf der Christopher Lee singt. Der Schauspieler war von der Zusammenarbeit und der Musik so begeistert, dass er sich spontan bereit erklärte, mit Manowar aufzutreten. Bei ausgesuchten Festivals spricht Lee nun die Texte, die Filmgigant Orson Wells einst für Manowar aufnahm:"Dark avenger" und "Defender". Ob Christopher Lee auch Gastsänger auf dem neuen Manowar-Album wird? Joey DeMaio will nichts darüber verraten:
"Ich kann nicht sagen, was die Zukunft bringt. Es ist vieles möglich. Christopher Lee hat mich auch gefragt, ob ich nicht ein Album für ihn produzieren will. Das wäre natürlich eine große Ehre für mich. Vielleicht kommt es ja mal dazu. Jetzt hat aber erstmal das neue Manowar-Album Priorität! Was danach kommt, wird man sehen."
Auf alle Fälle sollen danach noch viele weitere Manowar-Alben kommen. Denn Aufhören kommt für Joey DeMaio nicht in Frage:
"Ich werde so lange Musik machen und auf der Bühne stehen, wie ich atmen kann. Ich sehe uns auch nicht als Opa-Rocker wie die Rolling Stones. Die haben vor 20 Jahren ihren Zenit überschritten, während wir jedes Jahr besser werden. Ich glaube, die Karriere von Manowar hat gerade erst begonnen."
Die Doppel-DVD "Hell on earth - Vol.IV" soll also eines der vorderen Kapitel in der Bandgeschichte sein. Wie das nächste aussieht, darauf gibt das brandneue Lied "King of Kings" einen Vorgeschmack. Wohin der Weg dieser Band noch führen wird, steht in den Sternen. Dass er aber genau so kompromisslos weiter gehen wird wie bisher, daran besteht kein Zweifel.
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