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Artikelinformationen

KategorieCDs
ThemaBands
GenreGothic Metal
Medien-Format2-CD
Medien-VerpackungDigipak
Erhältlich seit 24.03.2017
Artikelnummer352889

Erscheint als Deluxe 2-CD!

Aeverium sind zurück! Nach ihrem Debütalbum "Break out", welches von Fans und Kritikern gleichermaßen gut angenommen wurde, erscheint "Time". Die neue Scheibe, gebaut auf den Grundmauern des Vorgängers, zeichnet sich durch hämmernde, kräftige Riffs und moderne, sowie eingänig-moderne Melodien aus. Hier kommt jeder Fan voll auf seine Kosten!

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"You can't escape - escape the hands of time!"

Aeverium gehören für mich zu den vielversprechendsten und besten Neuentdeckungen der letzten Jahre. Bereits mit dem großartigen Debutalbum "Break Out" hat die sympathische Band rund um Gesangsduo Aeva Maurelle und Marcel "Chubby" Römer einen eigenen, stilübergreifenden Sound irgendwo zwischen Gothic, Symphonic und Modern / Nu Metal kreiert der sich nur schwer in eine bestimmte Szene einordnen lässt und so für einen frischen Wind im sogenannten Female Fronted Metal Bereich gesorgt hat. Mit dem bärenstarken Debutalbum im Rücken bekamen Aeverium die Chance mit u.a. Xandria, Delain, Moonspell und Kamelot als Support Band zu touren, außerdem sorgte man beim Castle Rock 2015 für einen im wahrsten Sinne des Wortes "heißen" Auftritt -> im Hochsommer spielten Averium bei Rekord Temperaturen von bis zu 40 Grad gleich als erste Band am frühen Nachmittag und sorgten mit einer Pyroshow dafür dass die Temperaturen noch mehr in die Höhe getrieben wurden ;).

Bei Kamelot haben Aeverium anscheinend einen besonders großen Eindruck hinterlassen. Nachdem Aeverium bereits im April 2016 einige Support Shows für Kamelot gespielt haben bekamen sie im Oktober 2016 erneut die Chance gemeinsam mit Kamelot zu touren. Diesmal als Main Support mit einer etwas längeren Setlist, darüber hinaus agierte Aeva Maurelle bei einigen Kamelot Songs als Gastsängerin auf der Bühne und auch Marcel Römer war bei einen Kamelot Song als Gastsänger dabei. Für eine Band die erst ihr Debutalbum veröffentlicht hat ist dies schon ein beeindruckender Weg.

Mit "Time" ist nun fast auf den Tag genau 2 Jahre nach "Break Out" das zweite Album erschienen und ich war sehr gespannt ob Aeverium das hohe Niveau von "Break Out" halten können. Und ich kann nur sagen dass "Time" dem Debutalbum in nichts nachsteht, im direkten Vergleich überraschen Songs wie "Hunted", "Brave New World" oder "Can't Break Me Down" sogar mit einem Industrial Sound der so auf "Break Out" noch nicht vertreten war. Dies zeigt dass Aeverium nicht auf der Stelle treten und ihren Weg konsequent weiter gehen.
Bei "Hunted" und "Brave New World" erinnern die Industrial Elemente ein wenig an Megaherz bzw. Eisbrecher (Keyboarder Andreas Delvos, der gemeinsam mit Gitarrist Michael Karius das Songwriter Team bildet, ist auch ein großer Fan dieser beiden Bands) aber alleine der Wechselgesang von Aeva und Chubby drücken den Songs ihren eigenen Stempel auf. "Hunted" ist durch die Tempi Wechsel (mal schneller, mal langsamer) etwas vielschichtiger und wächst mit jeden Hören, während "Brave New World" atmosphärischer wirkt und mit seinem mitreißenden, teilweise zweistimmigen Refrain gleich beim ersten Hören begeistert. Chubby sorgt beim Refrain für einige mächtige Growls die den Song umso mehr voran treiben, auf der anderen Seite glänzt Aeva mit ihrer ausdrucksvollen Stimme, hier zeigt sich was für ein großartiges Gesangsduo die beiden bilden.
"Can't Break Me Down" ist zwar auch Industrial lastig, geht aber einen anderen Weg. Irgendwo zwischen Nine Inch Nails, Korn (Chubby's Gesang erinnert hier an Jonathan Davis) oder Pain (Zweitband des Hypocrisy Sängers Peter Tägtgren) ist "Can't Break Me Down" ein absoluter Hammersong wo sich die Band in einen wahren Rausch spielt. Auch hier begeistert der zweistimmige Refrain, außerdem zeigt Aeva mit klassischen Gesangsparts all ihre Klasse. Ein Industrial Song mit klassischen Gesangsparts? Jawoll und das Ergebnis spricht für sich, Aeverium haben bereits bei "Break Out" gezeigt dass sie musikalische Grenzen sprengen und gerade dies macht die Band auch aus. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf eine Liveumsetzung von "Can't Break Me Down" wo ich mir ziemlich sicher bin dass beim Publikum Party angesagt ist.
Der Titelsong "Time" geht wiederum einen gänzlich anderen Weg, ich würde diesen als klassischen Rocksong bezeichnen wo Marcel und Aeva mal abwechselnd, mal miteinander singen, das ganze gipfelt einmal mehr in einen großartigen zweistimmigen Refrain. Gegen Ende ist es dann Michael Karius der mit einem großartigen Gitarrensolo ein klassisches Hard Rock Feeling erzeugt. In einer Rezension habe ich gelesen wie die musikalische Ausrichtung des Titelsongs mit Delain oder auch Serenity verglichen wird, bei allen nötigen Respekt vor diesen beiden Bands aber ich sehr bzw. höre hier nicht wirklich Gemeinsamkeiten....
"What About Me" erinnert von den bisherigen Songs noch am ehesten an das Debutalbum "Break Out" hier treffen Gothic und Modern Metal im Stil von Linkin Park oder auch Disturbed aufeinander. Aeva ist in den Strophen etwas präsenter während der Refrain einmal mehr von zweistimmigen Gesang lebt, die zweite Songhälfte begeistert dann mit einen Part wo Chubby von Flüstergesang bis zum kraftvollen Gesang sein ganzes Spektrum zeigt während Aeva diesen Part mit klassischen Gesang ergänzt. Die Vielseitigkeit von Aeverium ist einfach beeindruckend und macht "What About Me" zu einem wahren Ohrwurm zu dem übrigens ein großartiger Videoclip gedreht wurde.
Bei "Home" wechseln sich balladeske Strophen mit einen rockenden Refrain ab dadurch entsteht eine großartige Halbballade bei der die Strophen von Aevas emotionalen Gesang getragen werden während Marcel im Refrain für den entsprechend rockigen Gegenpart sorgt. Ein wahrer Gänsehautsong bei dem Aeva zeigt dass sie mit zu den besten Sängerinnen im Metalbereich gehört! Gegen Ende ist es dann Michael Karius der wieder für ein grandioses Solo sorgt das mich fast schon an selige Savatage Zeiten erinnert (Ruhe in Frieden Criss Oliva....).
"Resurrected" ist ein sehr atmosphärischer Song irgendwo zwischen Gothic, Metal und Dark Wave Elementen. Aevas wunderschöner Gesang fesselt gleich zu Beginn den Hörer, die Rockröhre von Marcel gesellt sich dann später dazu was zu einem zweistimmigen Refrain führt der für wahre Gänsehaut sorgt. "Resurrected" erinnert ein wenig an Evanescence zu "Fallen" Zeiten, gleichzeitig zeigt sich hier wie Lacuna Coil eventuell klingen würden wenn sie ihren Stil von "Comalies" (meiner Meinung nach ihr bestes Album) beibehalten und weiterentwickelt hätten, stattdessen haben die Italiener aber leider ihre musikalische Ausrichtung komplett verändert und sich von ihren Wurzeln entfernt...
"Vale Of Shadows" klingt in den Strophen eher ruhig und düster, explodiert aber dann in einem schnellen und Metal lastigen Refrain. Hier ergänzen sich melodische Elemente, Atmosphäre und Härte perfekt, dazu kommt ein moderner Sound der ähnlich wie bei "What About Me" an "Break Out" erinnert.
"The World Inside My Head" erinnert zu Beginn an Paradise Lost zu "One Second" Zeiten bevor Aevas klassischer Gesang einsetzt und sie sich im Laufe des Songs mit Chubby einmal mehr ein beeindruckendes Duett liefert. Ein fast schon klassischer Gothic Rock Song aber dennoch im typischen Aeverium Stil wo sowohl Aeva als auch Chubby ihre Stimmen sehr vielseitig einsetzen.
Mit der gefühlvollen Ballade "My Farewell" wird dann ein ganz großes Album beendet. Dieser Song gehört alleine Aeva, deren Stimme hier unglaublich emotional rüberkommt und für wahre Gänsehaut sorgt. Ein wenig entsteht der Eindruck dass im Hintergrund ein Chor auszumachen ist, nachdem aber im Booklet diesbezüglich keine Info angegeben ist vermute ich eher das Aeva mehrere unterschiedliche Parts für den Song eingesungen und so sämtliche Gesangsspuren von ihr stammen. Das sorgt für ganz großes Kino, allerdings wird man dies so live natürlich nicht umsetzen können, dennoch würde es mich sehr freuen diese Gänsehautballade auch mal live zu hören.

Als Fazit kann ich nur sagen dass Aeverium erneut ein ganz großes und vielseitiges Album erschaffen haben, das sogar noch etwas ausgereifter als "Break Out" klingt und von dem stilübergreifenden Sound sowie den beiden herausragenden Sängern lebt. Sowohl Chubby als auch Aeva besitzen ein ganz großes stimmliches Spektrum und ergänzen sich auf hervorragende Art und Weise.

Wie bei "Break Out" ist auch hier die Deluxe Edition von "Time" sehr zu empfehlen, diese enthält eine Bonus CD mit insgesamt 8 Akustikversionen. Mit "Rest in Peace"; "What Are You Waiting For" und "To Live Forever" wurden 3 Songs von "Break Out" entsprechend neu eingespielt und von "Time" sind auf der Bonus Disc Akustikversionen von "The World Inside My Head", "Brave New World", "Home", "Time" und "My Farewell" vertreten. Bei diesen Akustikversionen entlocken Aeverium ihren Songs ganz neue Facetten und es beeindruckt sehr wie Songs, die im Original einen sehr stilübergreifenden Sound besitzen, auch im akustischen Rahmen wunderbar funktionieren.
Besonders erwähnenswert ist die Akustikversion von "My Farewell" da diese für eine große Überraschung sorgt. Im Gegensatz zur Originalversion, die alleine von Aevas Stimme getragen wird, ist Chubby bei der Akustikversion "My Farewell" der alleinige Sänger. Chubby beeindruckt hier mit einer sehr gefühlvollen Stimme die den Hörer genauso berührt wie Aeva bei der Originalversion. Dass eine solche Gänsehautballade wie "My Farewell" sowohl mit Aeva als auch mit Chubby als alleinigen Sänger/in funktioniert spricht für die Klasse der beiden, da wünscht man sich auch eine Version des Songs die von beiden gemeinsam gesungen wird!

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