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Artikelinformationen

KategorieCDs
ThemaBands
GenreStoner Rock
Medien-FormatCD
Medien-VerpackungJewelcase
Erhältlich seit 24.01.2014
Artikelnummer277325

Die Münsteraner Space-, Psychedelic-, Doom- und Stoner-Rocker Black Space Riders präsentieren sich auf „D:rei“ so kraftvoll und atmosphärisch wie noch nie. In Topform liefert der Fünfer ein philosophisch angehauchtes, dabei wunderbar heavy abgehendes Konzeptalbum ab.

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Heavy Space Rock: abwechslungsreich und kraftvoll

Mit dem 3., abermals 13-Tracks umfassenden Album erweitern die Münsteraner Rocker BLACK SPACE RIDERS (BSR) ihren musikalischen Kosmos auf ebenso eingängige wie variantenreiche Art.
Assoziationen mit unterschiedlichen Bands aus Genres wie SpaceMetal, StonerRock, Doom und British Rock tun sich auf, ohne dass dabei die ureigene Herkunft verleugnet wird:
stets haben sich BSR ihren eigenen Stempel aufgedrückt, egal ob JE oder SEB vorm Mikro ist, sie sich die Vocals teilen oder sich ergänzen.
Während sich das textliche Konzept in die vier Bereiche Defiance, Ruins, Escape, I Beyond (D:REI) unterteilen lässt, lässt sich die Musik wie folgt beschreiben:

Nach stimmungsvollen, Wellen rauschenden Beginn brettert STARE AT THE WATER los, atmosphärisch und nachdrücklich gleitet der Song über Iron-Maiden-artige-Gitarrenläufe bis hin zum auffahrenden Chorus, der sich dank JEs Gesang schnell in die Gehörgänge fräst.
Ein schwebender, psychadelischer Mittelteil lässt Zeit zum Luftholen, aber nur kurz? Der erste Höhepunkt! (9/10).
?Bang Boom War? groovt sich danach bassdröhnend ein und SEB übernimmt tieftönend den Steuerknüppel. Hypnotische Percussions lockern das Rhythmus-Monster auf, bis es am Ende von der Leine gelassen wird? (8/10).
?Rising From The Ashes?? beginnt heavy, bedrohlich und zerstörerisch, mittendrin wird?s ergreifend melancholisch, indem Sli seiner Gitarre sanfte Töne und ein gefühlvolles Solo entlockt ? doch am Ende nimmt der Song noch mal kräftig Fahrt und endet in sich überschlagendem Irrwitz, der System of A Down alle Ehren macht (9/10).
?Give Gravitation To The People? überrascht positiv mit einem übersteuerten und in die Beine gehendem Discobeat, verzerrter Stimme von JE, mit wummerndem Bass und fließenden Percussions ? das nächste Highlight, völlig anders und doch ebenso stimmig im Gesamtkonzept (9/10).
Mit dem 5. Song ?Way To Me? legen die Black Space Riders einen knarzend-eleganten Geradeaus-Rocker hin. Der kürzeste Song des Albums glänzt mit wummerndem Bass und NWOmit Iron Maiden-artigen Gitarren im Solo (8/10).
?Temper Is Rising? startet nach verzerrten Gitarrenklängen mit einem coolen Schlagzeugrhythmus, der den ganzen Track trägt. Darüber singt JE beschwörend bis die Gitarren auffahren und den Hörer abheben lassen und das Tempo anziehen (7/10). Kyuss lassen hier grüßen.
Song No. 7 ?The God-Survivor? rockt nach vorn, hat ordentlich Groove, eine klasse Gesangsleistung von SEB und der Chorus ?Save Me ? They Coming ? I´m The God-Survivor? bleibt sofort im Gedächtnis und lädt spontan zum Mitgröhlen ein.
Der Mittelteil lädt ein zum Verschnaufen - bis einen orientalische Klänge wiederholt gefangen nehmen. Erinnert mich an knackige, frühe Monster Magnet - definitiv ein Song für die Repeat-Taste! (10/10)
Der dritte Teil des Albums beginnt mit ?I See? gemächlich, um Stimmung aufzubauen, während die Gitarren luftig umherflirren. Insgesamt ist mir der Song etwas zu gleichförmig, aber alles andere als schlecht (7/10).
Mit ?LEAVE? wird das Tempo milde angezogen: mit spacigen Sounds taucht man endgültig in den BSR-Kosmos ein, bis einen die E-Gitarren im lautstarken Chorus einen Schauer über den Rücken jagen. Dieser Song hat klar Sogwirkung (9/10) !
?Space Angel? ist mit über zehn Minuten der längste Song, lässt sich genüsslich Zeit, bis er schleppend einen Orkan auslöst, der jedem DOOM-Fan die Herzen höher schlagen lässt. Das Solo, bei dem die Gitarren echomässig verhallen, lässt einen vollends entrücken (8/10).
Track 11 ?Major Tom Waits? ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig: mit wabernd-verzerrten Tönen kreisen BSR langsam und melancholisch in der musikalischen Umlaufbahn, aus der es kein Ausbrechen zu geben scheint - sparsam akzentuierte Gitarrentöne und ein sanfter Chorus deuten aber Entkommen und Versöhnung an? (7/10)
?Letter To A Young One? ist dann eine weitere faustdicke Überraschung : ein kernig-luftiges Riff, was mich an ?The Clash? erinnert, lockert die Schwere und Behäbigkeit auf, während zwischen den Textteilen die Strom-Gitarren das Wort ergreifen?Cool ! (8/10)
Der letzte Song des Albums hat was von Black Sabbath: ein Basslauf lädt uns ein zum letzten Trip, der gewaltig schleppend und groovend Fahrt aufnimmt und einen nach einem knackigen Riffgewitter incl. Scream endgültig in andere Sphären katapultiert. JE und SEB fahren noch mal zur Höchstform auf und geben alles (9/10).

Deutlich wird bei D:REI, dass die Black Space Riders auf noch mehr Kontraste und Abwechslung innerhalb der Songs setzen und damit die Platte auch nach dem 20. Hören interessant, eindringlich und mitreißend bleibt. JE und SEB am Mikro ergänzen sich am Mikro stimmig wie stimmlich, es gibt erfrischende Percussion, eine spacige-rockige Gitarrenarbeit. Die Produktion ist druckvoll und basslastig.
Nach zwei guten Alben, die mich allerdings in Gänze nicht vollends überzeugten, ist diese 3. Scheibe ein echter Quantensprung nach vorne, bei dem Freunde unterschiedlicher Musikrichtungen des harten Rock etwas für sich finden können, Freunde der ersten Alben können ohnehin blind zuschlagen.
Auch wenn einige Songs hervorstechen, funktioniert das Album als stimmige Einheit.
Zwar kann man ankreiden, dass manchen Songs vielleicht die ganz, ganz großen Refrains fehlen, dennoch ist diese Scheibe für mich schon eins der wirklichen Überraschungen und der TOP10-Alben des jungen Jahres. Daumen hoch !

Gesamtnote : 8,5

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